Dienstag 7. Februar 2012

Der Name Dietler geht wie viele andere Familiennamen auch auf einen Vornamen zurück. Aus Dietrich (französisch: Thierry) entstand die Koseform Dietler, die sich allmählich zu einem Nachnamen entwickelte. Auch die Dietler sind ein sehr altes Geschlecht in Nunningen. Der älteste Urbar von 1515 legt den Schluss nahe, dass damals in Nunningen mehrere Familien mit dem Namen Dietler lebten; erwähnt werden auch Dietler in Meltingen und Zullwil. In den Archivquellen des 16. Jahrhunderts begegnet man diesem Familiennamen nicht nur in der Vogtei Gilgenberg, sondern auch in der Nachbarvogtei Thierstein, vor allem in Büsserach und in Kleinlützel. Die Dietler waren überwiegend Bauern; einzelne waren Schmiede, Wagner, Zimmerleute, Weber und Wirte. Zahlreiche Dietler übten das Amt des Gerichtssässen in Nunningen und Meltingen aus. Für damalige Verhältnisse besonders einflussreich muss Ulrich Dietler gewesen sein, der zwischen 1521 und 1527 als letzter Vogt der Ramsteiner auf Gligenberg residierte (Schlossherr Hans Imer hatte seine 1527 an Solothurn verkaufte Herrschaft durch Vögte aus der bäuerlichen Oberschicht verwalten lassen).

Wappenbezeichnung

In Rot über grünem Dreiberg ein grosses silbernes Prankenkreuz, begleitet von zwei goldenen Lilien und zwei goldenen 6-strahligen Sternen, im Wechsel.
Das Wappen, das seit 1664 besteht, wird heute von den betreffenden Familien allgemein geführt.

 

zum Seitenanfang Letzte Änderung: 29. Dezember 2005
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