Der Name Fellmann lässt sich von der mittelhochdeutschen Berufsbezeichnung „Völlemann“ (Abdecker, Schinder) ableiten . Für diesen Namen sind verschiedene Schreibweisen bekannt, etwa Fhälman, Fölman , Felman, Vellmann oder auch Fehlman. Die Nunninger Fellmann waren Bauern und Tagelöhner; einzelne übten auch Berufe wie Wirt, Metzger und Gerber aus. Ihr Stammvater scheint Jost Fellmann zu sein, der zwischen 1595 und 1611 als Pfarrer in Oberkirch wirkte. Der aus Beromünster im Kanton Luzern stammende Geistliche war mit Christiona Weberin verheiratet und hatte mindestens einen Sohn; er muss bereits mit Frau und Kind(ern)nach Oberkirch gekommen sein. Pfarrer Fellmann scheint im Volk und auch beim Landvogt sehr beliebt gewesen zu sein; jedenfalls blieben obrigkeitliche Aufforderungen, dem „Concubinat“ des Oberkircher Pfarrers ein Ende zu bereiten, lange Zeit wirkungslos. Erst nach mehrmaligen Interventionen des Bischofs wurde Fellmann schliesslich 1611 im Alter von etwa 70 Jahren aus seinem Pfarramt entlassen, worauf er Oberkirch verliess. Seine direkten Nachkommen übten in Nunningen das Gerberhandwerk aus.
Wappenbezeichnung
In Gold über grünem Dreiberg ein grünes Kleeblatt. Das Wappen wurde 1937 im Staatsarchiv Solothurn deponiert.
