Der Name Gasser entstand aus den Begriffen „in den Gassen“, „an den Gassen“ oder auch „Gassengericht“ (Gericht, das ursprünglich auf der Gasse oder mit von der Gasse geholten Personen abgehalten wurde). Es handelt sich um ein sehr altes Schweizer Geschlecht, das in vielen Kantonen – von Freiburg bis Graubünden und von Schaffhausen bis Wallis – heimisch ist.
Im Kanton Solothurn ist das Geschlecht vor 1600 in den Gemeinden Dornach, Günsberg, Kammersrohr, Laupersdorf, Mümliswil, Ramiswil, Rüttenen, und Nunningen ansässig.
In der Gemeinde Nunningen sind die ersten Gasser gegen Ende des 16. Jahrhunderts urkundlich belegt, nämlich 1583 und 1589 im Eheregister. In den Urbaren der Vogtei Gilgenberg der Jahre 1515, 1540 und 1575 hingegen sind keine Gasser als Haus- oder Grundbesitzer erwähnt. Deshalb wird angenommen, dass sie gegen Ende des 16. Jahrhunderts zugezogen sind, vermutlich aus Laupersdorf oder Mümliswil. Der Urkundlich belegte „Stammvater“ der Nunninger Gasser, der Bauer Johannes Gasser (ca. 1600-1662), wurde nicht in Nunningen geboren. Doch der Zuzüger muss sich schon bald Ansehen erworben haben, denn er übte als Statthalter, Steuermeier und Waisenvogt drei wichtige öffentliche Ämter aus.
Wappenbezeichnung
In Rot über grünem Dreiberg eine gesichtete, zunehmende, aufwärts gerichtete, goldene Mondsichel, überhöht von einem einfachen goldenem Kreuz. Wappen an Kirchfenster zu Oberkirch.
Wird von den Gasser von Nunningen heute allgemein geführt.
