Beim Nachnamen Hänggi handelt es sich um eine alemannische Kurzform des Vornamens Heinrich (wie auch Häner). Die Schreibweise dieses Namens ist sehr unterschiedlich; bekannt sind etwa die Formen Hencki, Henckhi, Henge, Henggi, Hengky, Hängcki, Hänckhi oder eben Hänggi.
Auch bei den Hänggi muss es sich um ein alteingesessenes Bauerngeschlecht handeln, das schon im 15. Jahrhundert in Nunningen, Oberkirch und Meltingen, später auch in Zullwil, urkundlich nachgewiesen ist. So erwähnt etwa das Jahrzeitbuch von Meltingen im Jahre 1480 Heintzi Hengi, Hans Henning von Meltingen, Andres Hencki von Nunningen sowie Klaus Henggi, die alle dem Gotteshaus in Meltingen bodenzinspflichtig waren. Laut den drei ältesten Urbaren der Vogtei Gilgenberg (1515, 1540,1575) besassen die Hänggi schon damals zahlreiche Häuser und Grundstücke in Nunningen und schienen zu den Reichsten im Dorf zu zählen.
Neben dem Bauernberuf übten die Nunninger Hänggi auch verschiedene Handwerkerberufe aus; im 17. Jahrhundert sind Hänggi als Wirte in Nunningen und Meltingen belegt. Immer wieder erscheinen sie als Träger wichtiger öffentlicher Ämter wie das des Dorf- oder des Kirchmeiers; häufig werden Hänggi als Gerichtssässen und später auch als Schulmeister genannt.
Wappenbezeichnung
In Rot eine eingeschweifte blaue Spitze beseitet von je einer goldenen Lilie, im Schildfuss auf grünem Dreiberg ein laufender silberner Brunnen.
Das Wappen kann von den Hänggi von Nunningen allgemein geführt werden.
