Auch der Name Pflugi geht auf eine Berufsbezeichnung zurück: die Namensträger waren Hersteller von Pflügen. Interessanterweise übten die Pflugi schon im 16. Jahrhundert in Nunningen den Beruf des Schmieds aus. Die Pflugi scheinen zu den alteingesessenen Geschlechtern der Herrschaft Gilgenberg zu gehören. Obwohl vor 1500 nicht urkundlich erwähnt, wird angenommen, dass die Pflugi schon früher hier ansässig waren. Im ältesten Urbar von Gilgenberg wird 1515 ein Christian Pflugi am Hof zu Himmelried als Zinspflichtiger genannt. Die Pflugi zählten zu den wohlhabenden Familien und bekleideten in Himmelried wichtige öffentliche Ämter. Die Nunninger Linie der Pflugi geht auf den Himmelrieder Bauern Melchior Pflugi (1664-1713) zurück, der sich 1706 entschloss, nach Nunningen zu übersiedeln. Sein Sohn Petrus baute später ein neues Bauernhaus im Dorf. Von Beruf waren die Pflugi überwiegend Bauern, wir finden unter ihnen aber auch Schmiede, Schneider, Schuhmacher und Wirte. Auch in Nunningen bekleideten sie öffentliche Ämter wie das des Ammanns oder des Waisenvogts.
Wappenbezeichnung
In Silber auf grünem Hügel eine blaue Pflugschar begleitet von zwei roten sechsstrahligen Sternen. Für die Pflugi von Seewen: Grund rot, Pflugschar und Sterne silbern.
Das Wappen wurde 1973 bereinigt und gilt für die Pflugi von Breitenbach, Himmelried und Nunningen.
